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Themenfelder der Initiative

Recht

Das Recht regelt unser tägliches Miteinander. Und dennoch gibt es seit Menschengedenken Konflikte. Damit es in Zukunft gar nicht erst so weit kommt, forschen in Hessen nicht nur Fachleute der Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften, sondern auch Expertinnen und Experten für Molekularbiologie an vielseitigen Lösungen.

  • Vor Gericht ziehen oder nicht?Vor Gericht ziehen oder nicht?
    © Vladek | Dreamstime.com
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Vor Gericht ziehen oder nicht?

Mit dieser und anderen Fragen befasst sich das interdisziplinäre Frankfurter Forscherteam des LOEWE-Schwerpunkts "Außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung". Gemeinsam analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Formen der Konfliktaustragung entlang unterschiedlichster Epochen und Kulturen. Ziel der Forschung ist es, Alternativen zu den bisher in Europa etablierten Strategien der Streitbeilegung zu identifizieren. Beispielsweise gewinnen neue Wege der Mediation und Schlichtung in einer globalisierten Welt, in der Nationalstaaten zunehmend an Einfluss verlieren, mehr und mehr an Bedeutung. Die Ergebnisse werden regelmäßig einem aus externen Fachleuten zusammengesetzten Expertenrat vorgestellt, und so wird der Wissenstransfer zwischen Forschung und Gesellschaft gefördert.

Verantwortung wahrnehmen

Ganz gleich ob neue Produktionsstätten, neue Absatzmärkte oder neue Wege der Rohstoffgewinnung – im Zuge der Globalisierung werden immer mehr Unternehmen international aktiv. Dies hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer gesteigerten Erwartungshaltung der Gesellschaft geführt: Die in Konfliktzonen aktiven Unternehmer sollen nicht nur ihre eigenen Interessen verfolgen, sondern Verantwortung für die Umwelt und die Menschen vor Ort übernehmen. Forscherinnen und Forscher der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung untersuchen daher, wie Unternehmen durch gezieltes Engagement zur Bildung neuer (Rechts-) Ordnungen beitragen können. Durch die Ausarbeitung von Best-Practice-Beispielen helfen sie Unternehmen dabei, in Zukunft noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Gegen das Vergessen

Krieg bringt Grauen und bringt das Grausamste im Menschen zum Vorschein. Einen Aspekt dieses Grauens erforschen Strafrechtler und Historiker am Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) an der Philipps-Universität. Kriegsverbrechen vom Bosnien- bis zum Irakkrieg, und die gerichtliche Aufarbeitung des Arabischen Frühlings gehören zu den Forschungsthemen des Zentrums. Das Forschungszentrum unterstützt die Arbeit internationaler Gerichte: Es stellt Dokumente aus den Gerichtsverfahren und wissenschaftliche Analysen über Kriegsverbrechen in langer zeitlicher und globaler Perspektive bereit.

Regulierung der Finanzmärkte

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten ungeahnte Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bergen. Um das Zusammenspiel der Märkte mit Wirtschaft, Politik und Zentralbanken in seiner Komplexität besser erfassen zu können, hat sich das neue LOEWE-Zentrum SAFE zum Ziel gesetzt, entscheidende Voraussetzungen einer optimalen Regulierung der Märkte zu erforschen.  Mehr als 35 Professorinnen und Professoren der Finanzwirtschaft, Mikro- und Makroökonomie, Finanzmathematik, Marketing und Recht arbeiten interdisziplinär zusammen.

Medikamente für alle - LOEWE-Schwerpunkt Anwendungsorientierte Arzneimittelforschung

Rechtliche Fragestellungen sind kein reines Thema der Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften – das beweisen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsgruppe "Translationale Medizin und Pharmakologie" (TMP) des Fraunhofer IME und der Goethe-Universität Frankfurt. Ihr Ziel ist es, Medikamentenpreise nachhaltig zu senken und damit die Verteilungsgerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Hierfür entwickeln die Forscherinnen und Forscher innovative Modelle, die möglichst frühzeitige Aussagen über die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln ermöglichen. So können Nebenwirkungen und Fehler früher erkannt und der Umfang kostenintensiver klinischer Tests reduziert werden.