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Themenfelder der Initiative

Sicherheit

Ob im Straßen- oder Flugverkehr – Sicherheit geht in Hessen vor! Das beweisen hessische Forscherinnen und Forscher, die sich täglich mit der Frage beschäftigen, wie unsere Welt noch sicherer werden kann. In diesem Zuge sorgen sie nicht nur dafür, dass Straßenverkehrsteilnehmer und Flugpassagiere ungefährdet von A nach B kommen. Sie tragen auch dazu bei, in Konfliktregionen Sicherheit zu reinstallieren.

  • Frieden oder Gerechtigkeit?Frieden oder Gerechtigkeit?
    © Saniphoto | Dreamstime.com
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Frieden oder Gerechtigkeit?

Den Frieden brechen, um Gerechtigkeit zu schaffen? Ein moralisches Dilemma, dem sich die Weltgemeinschaft angesichts aktueller Konflikte immer häufiger ausgesetzt sieht. Im Rahmen des Projekts "Just Peace Governance" der Hessischen Stiftung Frieden- und Konfliktforschung (HSFK) analysieren hessische Forscherinnen und Forscher, wie Frieden und Gerechtigkeit gleichermaßen erreicht werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass oftmals unterschiedliche Vorstellungen von Moral und Gerechtigkeit den Zündstoff für Konflikte darstellen. Durch das gezielte Aufarbeiten von Konflikten leistet das Forschungsteam einen entscheidenden Beitrag zu einer der wichtigsten moralischen Fragestellungen unserer Zeit.

Nachhaltigen Frieden stiften

Sozialer Wandel führt häufig zu Konflikten, denn in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen gibt es immer Gewinner und Verlierer. Am Zentrum für Konfliktforschung (ZfK) der Philipps-Universität Marburg erforschen Fachleute aus vielen Nationen und Disziplinen die Dynamik von Konflikten, die Resultat oder Motor sozialen Wandels sind. Die Herstellung von Gerechtigkeit und die Sicherung eines nachhaltigen Friedens nach gewaltsamen Konflikten und die Verbesserung der internationalen Entwicklungsarbeit werden in Marburg nicht nur erforscht, sondern auch in praktischer Anwendung in den aktuellen Krisengebieten gelehrt.

Mobiltelefone schützen Fußgänger - LOEWE-Schwerpunkt VENUS

In Deutschland kommen jährlich über 4.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, darunter knapp 600 Fußgänger. Mit einer neuen Mobilfunktechnologie, die Wissenschaftler des VENUS-Projekts an der Universität Kassel entwickelt haben, soll sich dies in Zukunft ändern.

Schlüssel ist ein so genannter intelligenter Kontextfilter. Mit Daten über Position, Bewegungsgeschwindigkeit und -richtung des Fußgängers ermittelt der Kontextfilter gefährdete Personen im Umkreis von etwa 70 Metern. Er kann mit wenigen Berechnungen zuverlässig einschätzen, ob eine Kollision naht. Dadurch können Autofahrer und Fußgänger schnell gewarnt werden, etwa über das Navigationssystem im Auto oder das Handy.

Immer leistungsfähigere Smartphones und Mobilfunknetze haben in den letzten Jahren das Tor aufgestoßen für das so genannte Ubiquitous Computing. Ziel dieses neuen Ansatzes, an dem einige VENUS-Wissenschaftler forschen, ist es, neue Technologien so in den Alltag zu integrieren, dass Sicherheit und Lebensqualität steigen.

Auslegungssache

Ein PKW soll einige hunderttausend Kilometer fahren, ohne dass sicherheitsrelevante dynamisch belastete Bauteile versagen. Zeitaufwändige Lebensdauersimulationen im Computer sind die gängige Methode, um bei der Entwicklung neuer Modelle diese Betriebsfestigkeit zu erreichen. An einem neuen Verfahren zur einfacheren Auslegung von PKW-Bauteilen arbeitet eine Forschergruppe an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg. Die Komplexität der dynamischen Daten wird dabei auf wenige wirkungsäquivalente statische Ersatzlasten reduziert. Das macht die nötigen Berechnungen einfacher, schneller und kostengünstiger. Im Betriebsfestigkeitslabor der TH werden die durch Simulation gewonnenen Ergebnisse experimentell überprüft. Das Projekt wird im Rahmen der Förderlinie 3 der hessischen "Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz" (LOEWE) unterstützt.

Sicher wird noch sicherer

Im Gegensatz zum Straßenverkehr gelten Flughäfen als die sichersten Orte der Welt. Dennoch stehen Sicherheitsexperten immer wieder vor neuen Aufgaben. Der Nachweis der hochexplosiven Chemikalie Pentaerythrityltetranitrat (PETN) erweist sich als eine solche Herausforderung. Flughafenscanner und Sprengstoffhunde erkennen den Plastiksprengstoff bisher kaum. Dabei reichen bereits wenige Gramm aus, um etwa einen Mittelklassewagen vollständig zu zerstören. Einem Team des Forschungsbereichs Materialwissenschaften der TU Darmstadt ist es in Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain gelungen, einen Nano-Sensor zu entwickeln, der bereits ein einzelnes Sprengstoffmolekül unter zehn Milliarden Luftmolekülen erkennt. Der bahnbrechende Sensor wird in Zukunft Flughäfen also noch sicherer machen.